April: Holunder


Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra)

Begleiter des Menschen und Hüter der Schwelle

Der Schwarze Holunder ist oft in der Nähe von Haus und Hof zu finden, aber auch an Waldrändern.

Er ist ein Begleiter des Menschen und schenkt uns seine Gaben in Form seiner süsslich duftenden Blüten und der dunklen Beeren.

Daher wohl auch auch der Spruch: "Vor jedem Holler sollst du den Hut ziehen".

Er wächst rasch in die Höhe mit aufrechten, grünen Trieben, die bald verholzen und eine grau-braune Färbung annehmen. 

Typisch ist das lufthaltige Mark, das sich leicht herauslösen lässt. So lassen sich einfach kleine Holunderpfeifen herstellen aus den jungen Trieben.

 

Der Holunder gilt als Wohnsitz der Göttin Holla und soll als Schutz-Baum böse Geister, Krankheit und Ungklück  fernhalten.

Er steht an der Schwelle zwischen unserer Welt und der Unter- oder Anderswelt, was im Märchen von "Frau Holle" zum Ausdruck kommt: Ein armes Mädchen muss in einen tiefen Brunnen springen, um seine verlorene Spindel wieder zu finden. Dabei gelangt es dann in das Reich von Frau Holle. 

 

Im Mai erstrahlt der Holunder in seiner ganzen Blütenpracht: die weissen Dolden verströmen einen süsslichen Duft und ziehen viele Insekten an. Sie sind zum Himmel gerichtet, und aus der Nähe betrachtet, wirken die einzelnen Blüten wie Sterne.

Im Spätsommer dann bilden sich die intensiv violett-schwarzen Beeren und hängen prall und schwer nach unten.

Der Holunder vereint Gegensätze: Licht und Dunkel, Himmel- Erde und Anderswelt, Liebliches (Blüten) und Herbes (Beeren und Blätter).

 

Verwendung:

Der Schwarze Holunder ist vielfältig verwendbar in der Küche, was sich in unzähligen Rezepten zeigt.

Aus den Blüten lassen sich beispielsweise köstlicher Sirup, Desserts, Essig oder Blütenzucker herstellen.

Die Beeren werden zu Sirup, Mus oder Gelee verarbeitet.

 

Heilwirkungen:

Die Signatur des Schwarzern Holunders mit seinem luftgefüllten Mark zeigt den Bezug zu den durchlüfteten Organen Lunge und Nebenhöhlen.

 

Die Blüten wirken schweisstreibend, leicht fiebersenkend und entzündungshemmend. 

Sie ergeben - kombiert mit Lindenblüten- einen wunderberen Tee bei Erkältungen und grippalen Infekten.

 

Die Beeren werden in gekochter Form verwendet (roh sind sie leicht giftig). Sie enthalten Vitamin C und Antioxidantien, unterstützen das Immunsystem und sind wohltuend bei Husten. Holunderbeerensaft ist ein ideales Mittel in der Erkältungszeit.

Vorsicht beim Sammeln der Beeren: Sie könnten mit den Früchten des giftigen Zwergholunders verwechselt werden. Dieser ist jedoch eine aufrechte Staude, die nicht verholzt, die Früchte sind nach oben gerichtet, während sie beim Schwarzen Holunder schwer nach unten hängen. 

 

Haftungsausschluss

Die Baumporträts wurden mit grösster Sorgfalt recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann ich jedoch keine Gewähr übernehmen. Eine Haftung ist ausgeschlossen.

Bei gesundheitlichen Störungen bitte eine medizinische Fachperson aufsuchen.

 

Die vorgestellten heilkundlichen Anwendungen bieten keinen Ersatz für medizinische Behandlungen.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Corina Pfister (Mittwoch, 29 April 2026 06:44)

    Herzliche Gratulation! Sehr schöne Idee jeden Monat einen Baum vorzustellen. Danke fürs Teilen ❣️
    Es grüßt dich herzlich,
    Corina